Autoren

Lucero Alanís

Lucero Alanís, 1947 in Durango in Mexiko geboren, lebt seit 1973 in Guadalajara und ist seit 1995 Mitglied des Internationalen PEN Clubs. Sie gründete die Literaturzeitschrift »Amoxcalli« und ist Autorin zahlreicher Erzähl- und Gedichtbände, u.a. »Opus siglo XX«, »Tarde en el Tiempo« und »Desierto de azul nativo«.

2015 erschien von ihr der Roman »Claustro« bei Mantis Editores.

August Apel

Johann August Apel (1771–1816) war ein deutscher Jurist und Schriftsteller aus Leipzig, der zunächst klassizistische Dramen, später berühmte Gespenster- und Schauergeschichten verfasste. Weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde Apel mit seinem »Gespensterbuch«, das er zusammen mit Friedrich Laun herausgab. Aus seiner Hand stammt die auf einer alten Volkssage basierende Novelle »Der Freischütz«, die Grundlage für Carl Maria von Webers Oper »Der Freischütz« wurde.

Cesare Beccaria

Cesare Beccaria (1738–1794) war der wichtigste italienische Rechtsphilosoph und Strafrechtsreformer während der Aufklärung. In seinem berühmten Buch »Dei delitti e delle pene« (dt. »Von Verbrechen und Strafen«) vertrat er, beeinflusst durch Aufklärung und utilitaristische Ethik, die These, dass der Staat nur das Maß an Strafen verhängen solle, welches zur Aufrechterhaltung von Ordnung erforderlich ist. Folter und Todesstrafe lehnte Beccaria grundsätzlich ab. Sein Werk bildete in ganz Europa die Grundlage zu Reformen des Strafrechts.

Detlef Berentzen

Detlef Berentzen (*1952) studierte Ökonomie und Philosophie. Ab 1981 war er Redakteur der taz sowie Mitglied ihrer Geschäftsführung. Seit 1987 arbeitet er als freier Autor und Regisseur, produziert Features, Collagen und Hörstücke für die ARD. Zusammen mit Wolfgang Wippermann schrieb er u.a. das Buch »Die Deutschen und ihre Hunde«, gemeinsam mit Frank Reinhold produzierte er den Film »Der Deutsche Schäferhund – 100 Jahre zwischen Gut und Böse« (WDR, ORB) und für den SWR schrieb er das Hörstück »Vom Nationalsymbol zum Gefährten – Der Schäferhund als Spiegel deutscher Mentalitätsgeschichte«.

Markus Bernauer

Markus Bernauer ist Literaturwissenschaftler, Herausgeber des Nachlasses von Wilhelm Heinse, der Werke von Paul Heyse sowie von Johann Jacob Volkmann, seit 2008 Leiter der Jean Paul Edition der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Professor für Neuere Deutsche Philologie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Schwerpunkte in der Literatur vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert, vergleichende Literaturforschung, Literatur und andere Künste.

Sven Brömsel

Sven Brömsel ist Literaturwissenschaftler und Philosoph,
er arbeitet über Ästhetizismus um 1900. Publikationen u.a. in SZ, NZZ, FAZ. Mitherausgeber der Erzählungen von Hanns Heinz Ewers, der »Renaissance« Walter Paters und eines Sammelbandes zu Walther Rathenau.

Remigius Bunia

Remigius Bunia lehrte von 2009 bis 2015 Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin. Er studierte Literaturwissenschaft und Mathematik in Bonn und promovierte in Siegen mit der Arbeit »Faltungen – Fiktion, Erzählen, Medien« (2007). Bunia ist Autor zahlreicher Aufsätze und des Buches »Romantischer Rationalismus« (2013). In Frankreich, Kanada, Brasilien und Italien hatte er Gastdozenturen inne.

Anne-Claude-Philippe de Caylus

Anne-Claude-Philippe, Comte de Caylus (1692–1765) entstammte dem französischen Hochadel und hat für die Archäologie, die Erforschung der Antike und die Verbreitung des klassischen Geschmacks eine weitreichende Bedeutung, die der J. J. Winckelmanns ebenbürtig ist. Sein Hauptwerk ist eine prachtvolle siebenbändige Darstellung der Antike, deren Kupferstichillustrationen er selbst anfertigte. In seiner Freizeit – wenn er nicht gerade die Pariser Jahrmärkte durchstreifte, um Losverkäufer und Wäscherinnen zu zeichnen – erfand er übermütige, nie ganz ernst gemeinte Märchen.

Alexander Roslin: Porträt Comte de Caylus um 1752

Jacques Cazotte

Jacques Cazotte (1719–1792) erregte mit der Fantastik seiner späteren Erzählungen wie dem »Verliebten Teufel« das Interesse der Romantiker und später Jorge Luis Borges’. Doch bereits in seinen frühen Märchen zeigt sich seine Skepsis gegenüber rationalistischer Vernunft, belehrenden Erzählungen und satirischer Schmähung, die sich später bei ihm bis zum Okkultismus steigern wird. 1778 soll er in einer berühmt gewordenen Prophezeiung seinen aufgeklärten Freunden ihren Tod auf dem Schafott vorhergesagt haben. Er selbst starb während der Französischen Revolution am 25. September 1792 ebenfalls unter der Guillotine.

Adelbert von Chamisso

Adelbert von Chamisso (1781–1838) war ein deutscher Dichter und Naturforscher französischer Herkunft. Ab 1804 gehörte er einem romantischen Dichterkreis in Berlin an und zählte später zum literarischen Freundeskreis um E.T.A. Hoffmann, den Serapionsbrüdern. Bekannt sind vor allem seine Gedichte und die Märchenerzählung »Peter Schlemihls wundersame Geschichte«, daneben aber auch sein Tagebuch »Reise um die Welt«. Von 1815 bis 1818 nahm Chamisso an eine Weltumseglung teil, auf der er u.a. große Teile der Küste Alaskas kartografierte.