Jean Paul. Dintenuniversum

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Dintenuniversum. Schreiben ist Wirklichkeit
Ausstellungskatalog

Katalog zur Ausstellung: »Jean Paul. Dintenuniversum. Schreiben ist Wirklichkeit« vom 12. Oktober bis 29. Dezember 2013 im Max-Liebermann-Haus Berlin.

ISBN: 978-3-943999-235

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Katalog zur Ausstellung: »Jean Paul. Dintenuniversum. Schreiben ist Wirklichkeit«
vom 12. Oktober bis 29. Dezember 2013 im Max-Liebermann-Haus Berlin

mit Beiträgen von:
Norbert Miller; Helmut Pfotenhauer; Wilhelm Schmidt-Biggemann; Peter Sprengel; Cornelia Ortlieb; Ernst Osterkamp; Karl Pestalozzi; Jens Malte Fischer; Alain Montandon; Christian Helmreich; Julia Cloot; Christoph Wingertszahn; Helmut Mojem; Jörg Paulus; Stefan Stein; Michael Will; Asta-Maria Bachmann; Uwe Schweikert u.a.

Rezensionen zur Ausstellung und zum Katalog:
- Elsbeth Dangel-Pelloquin: Dintenuniversum, in: Jahrbuch der Jean-Paul-Gesellschaft, Jg. 50 (2015), S. 230–236
- Sieglinde Geisel: Ein Erregunsschreiber. Berlin zeigt Jean-Paul, in: Neue Zürcher Zeitung vom 16.11.2013
- Sieglinde Geisel: Jean Paul lesen. Ein Klassiker fürs Kanapee, in: Neue Zürcher Zeitung vom 26.11.2013
- Jürgen Kaube: Existenzgründung mit der Essigfabrik, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.11.2013
- Lothar Müller: Die Montgolfieren der Phantasie, in: Süddeutsche Zeitung vom 29.10.2013
- Jens Grandt: Das »Dintenuniversum«, in: Neues Deutschland vom 18.10.2013
- Wolfgang Hörner: Väter der Marotte. Geistesblitz, in: der Freitag vom 25.11.2013
- Lucy Fricke: Berliner Ausstellung entdeckt den Dichter Jean Paul neu, in: Berliner Morgenpost vom 14.10.2013
- Peter von Becker: Jean-Paul-Ausstellung in Berlin. Der Weltverzauberer, in: Tagesspiegel vom 13.11.2013, S. 20
- [Benedikt] E[ren]z: Weltgeist mit Pudel, in: Die Zeit vom 12.12.2013, S. 15
- Jürgen König: Der Mann, der aus dem Mond fiel: Ausstellung »Jean Paul – Dintenuniversum«, im: rbb vom 11.10.2013

Kurzbeschreibung:
Jean Paul gehört zu den Größten der deutschen Literatur. Als Sprachmagier und Spracherfinder ohnegleichen gerühmt, ist er in vielerlei Hinsicht der erste moderne Dichter Deutschlands. Das Erzählen geht ihm über die Erzählung, Abschweifungen sind ihm wichtiger als die Geschichte, seine Streckverse oder Polymeter sind eine Frühform des Prosagedichts. Politisch ist er ein radikaler Gegner der Fürstenherrschaft ebenso wie der französischen Revolutionsdespotie. Seine Erziehungslehre wirkt auf die Pädagogik, seine Ästhetik sucht ihre Wege abseits von Goethe, Schiller und den Romantikern. Schiller selbst sieht Jean Paul wie einen, der aus dem Mond gefallen ist.

In den Kanon der deutschen Literatur, der sich im 19. Jahrhundert an der Weimarer Klassik ausrichtet, passt dieser Einzelgänger nicht. Erst im 20. Jahrhundert besinnt man sich auf ihn, seiner unerhörten Sprache wegen. Jean Paul glaubt nicht, dass man die Welt oder Wirklichkeit erklären oder beschreiben kann. Doch ist er überzeugt, dass sie sich im Schreiben erfinden lässt. So erschafft er eine eigene Literaturwelt, ein eigenes Universum aus Tinte, sein »Dintenuniversum«; es umfasst in seinem Nachlass 40.000 handgeschriebene Seiten.

Eine repräsentative Auswahl zeigt dieses Buch: Jean Paul als Dichter und Philosoph, als Literatur- und Medienstar, vergegenwärtigt in Bild und Handschrift, und als Mensch, fasziniert von der Welt, der Geschichte und der Technik. Jean Paul rückt auch als Leser ins Licht, der besessen das Gelesene festhält, das Festgehaltene ordnet und eine Ordnung für die Ordnung entwickelt. Der Katalog vermittelt Eindrücke und Wissen aus der Ausstellung »Jean Paul. Dintenuniversum« und lädt ein, Jean Paul und sein Universum ganz neu zu entdecken.

Format: Klappenbroschur mit Fadenheftung

Typ: Buch

Seiten: 368

Erscheinungsdatum: 2013

Abmessungen: 170 mm x 245 mm

Sprache: Deutsch